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Pressespiegel über Horst "Carsten K." Schlämmer

und Prinz Carsten

NRZ, Rheinberg

NRZ,Rheinberg  

 LebensART, Schermbeck

 

   LebensART, Schermbeck

 

 

LebensART, Schermbeck   

 

   Dorstener Zeitung

 

  NRZ, Wesel

 

 Wochen Magazin, Moers

h  NRZ, Rheinberg

Und tschüss!

Rheinberg, 05.02.2008, CARMEN FRIEMOND

 

ASCHERMITTWOCH. Unser NRZ-Prinz aus Ossenberg, Carsten Kämmerer, hat eine Super-Session hinter sich. Sein Fazit: "So etwas Verrücktes macht man einmal im Leben, und dann ist es auch gut."

RHEINBERG-OSSENBERG. Die Stimme ist weg. So viel steht schon mal fest. Carsten Kämmerer hört sich verflixt heiser an. Mehr als 60 Termine in der kürzesten Session seit 150 Jahren, nach Bützchen ohne Ende und Ordensverleihungen, nach dem x-ten Vortrag des Prinzenliedes. Hört sich nicht nur anstrengend an, war es auch. Kein Wunder, dass unser NRZ-Prinz aus Ossenberg zurzeit auf die Frage nach seinem Alter so antwortet: "Immer noch 35, aber gefühlte 45." Doch das gehört dazu, nach so einer Super-Session, wie Kämmerer sagt. Alles habe gepasst. Das Team, die Stimmung, die Leute, die er kennen gelernt habe, kurz, "irgendwie sollte alles so sein".

Gern hat er die Frauen geküsst

Wie fing's eigentlich an? Damit, dass Kämmerer sich einen Kindheitstraum erfüllen wollte. Einmal Prinz sein. Das klappte, und er holte die NRZ mit ins Boot. Prinz Carsten und die NRZ, typisch niederrheinisch eben. Die Redaktion war dabei. Schon im Hochsommer, als Kämmerer beim Fotografen in seiner Paradeuniform für die Autogrammkarten schwitzte bis hin zum Auftrittmarathon in den letzten Tagen der Session. Drei absolute Highlights nennt der Prinz: die Büttensitzung, die Fahrt zur Köln-Arena und die Auftritte in Grundschule und Kindergarten "So viele interessierte Kinder, das war irre." Die haben ihn auch gefragt, warum er denn keine Prinzessin hat. Eine Frage, die er sich selbst schon mal gestellt habe. Die Satzung ließe das zu. Aber ohne Prinzessin, grinst er, habe er sich überall die Hübschesten heraussuchen können. "Ich weiß nicht, wieviele Frauen ich geküsst habe." Kein Grund zur Sorge: "Ich habe nirgendwo ein Hehl daraus gemacht, dass ich verheiratet bin."

Es war eine kurze Session, aber eine, die es in sich hatte. Am Samstag in Orsoy, sagt Kämmerer, sei er um 22 Uhr gegangen. "Ich war platt." Wenig Schlaf, dazu ein grippaler Infekt, und seit 14 Tagen auch noch Zahnschmerzen, weil ihm ein Stück vom Zahl abgebrochen ist. Heute hat er einen Zahnarzttermin, "eher ging's einfach nicht".

Heute beginnt die Fastenzeit. Was Kämmerer ganz wörtlich nimmt. Seit drei Monaten schon beteiligt er sich an einem Abnehm-Programm der AOK, in letzter Zeit allerdings nicht sehr erfolgreich. Auch wenn er Alkohol größtenteils gemieden hat, gab's eben doch das eine oder andere Bierchen, und nach den Veranstaltungen oft genug einen Abstecher zu McDonald's. "Wenn wir da um ein, zwei Uhr reinschneiten, wussten die immer schon, da kommt der Ossenberger Prinz mit Gefolge." Das ist jetzt vom Speiseplan wieder gestrichen. Dafür hat Carsten mehr Zeit für die Familie und braucht auch ein bisschen Ruhe, um alles Revue passieren zu lassen, die ganzen tollen Bilder anzuschauen und sich zu erinnern.

Einmal im Leben Karnevalsprinz zu sein, war der große Traum von Carsten Kämmerer. Laut Satzung sei es sogar möglich, auch noch ein zweites Mal zu amtieren, aber das will er nicht. Die Prinzenrolle war ein "einmaliges Highlight". Und: "So etwas Verrrücktes macht man einmal im Leben, und dann ist es auch gut."

Die schönsten Bilder aus der Session mit Prinz Carsten I. finden Sie im Internet:

www.derwesten.de/rheinberg

 

 

Helau! Pardon, Alaaf!

Rheinberg, 14.08.2008, CARMEN FRIEMOND

 

NRZ-PRINZ. Als amtierende Europameister im Kamellezielwerfen sind Carsten Kämmerer und Ludger Opgenorth am 11. November beim NRW-Duell im WDR dabei. Die Sendung ist seit Mittwoch im Kasten.

RHEINBERG/KÖLN. Vielleicht war es ein bisschen wie nach Hause zu kommen. Auf jeden Fall zurück in eine vertraute Umgebung. Denn als Carsten Kämmerer am Mittwoch das WDR-Studio in Köln betrat, habe ihn fast der Schlag getroffen. Weil das der genau der Raum war, in dem er seiner späteren Frau vor laufender Kamera bei Jörg Pilawa einen Heiratsantrag gemacht hatte. Ein sehr bewegender Moment. Am Mittwoch war's dagegen für Kämmerer, der NRZ-Prinz der vergangenen Session aus Ossenberg, und seinen Adjudanten Ludger Opgennorth eher lustig. Als amtierende Europameister im Kamellezielwerfen gehörten sie zu den Karnevalisten, die in Bernd Stelters "NRW-Duell" im WDR-Fernsehen am 11. November auftreten. Am Mittwoch wurde die Sendung aufgezeichnet. Das Wichtigste vorab: Natürlich, sagt Kämmerer, habe Bernd Stelter keine Chance gehabt, in irgendeiner Form an den Ossenberger Rekord von 186 Kamelle in elf Sekunden heranzureichen.

Bei den Recherchen übers Internet seien die Verantwortlichen wegen des Kamellewurfs auf die Ossenberger aufmerksam geworden. "Wir waren platt, damit haben wir nicht gerechnet."

Wie im Film

Um 12.30 Uhr musste das Duo in Köln sein, wurde dort von einer jungen Frau begrüßt, die sich den ganzen Tag um die beiden kümmerte, ihnen den Weg durch das großen Gelände zeigte und, und, und. Erster Gang: Ab in die eigene Garderobe, so wie man das aus Filmen kennt. "Das war so toll, da sind wir gleich um 20 Zentimeter gewachsen." Komplett ausgestattet, mit Ledercouch, Obst, Schokolade, im Aufenthaltsraum gab's Kanapees, Schnittchen, Frikadellen, Sekt, eben, was das Herz begehrt. "Nur das Kölsch habe ich vermisst." Egal, da waren ja noch die anderen Stars der Sendung wie Charly Brandt, der Frontmann der "Räuber", oder Komponist Hans Knipp ("Mer schenken der Ahl en paar Blömscher"). "Menschen wie du und ich", schwärmt Carsten Kämmerer, "einfach natürlich und superfreundlich".

 Carsten Kämmerer - Ordensträger Bernd Stelter - Ex-Prinz Ludger Opgenorth

Großes Prinzentreffen in Ossenberg: Der will nicht nur pflegen

Rheinberg, 05.01.2008, Denise Ludwig

 

Prinz Carsten, der Pflegende, hat alles richtig gemacht: Sein Lächeln bewies, dass es einer der schönsten Tage seines Lebens war. Beim großen Ossenberger Prinzentreffen regierte er einen Abend und eine Nacht lang nicht nur über das Rheinberger Dorf.

An die 50 Prinzenpaare samt Gefolge aus Kleve, Kalkar, Bocholt, Doetinchem und Co. verwandelten am Freitag Ossenberg in eine Karnevalshochburg. Und das ganze passierte in einem Ambiente, das kaum ein anderes Örtchen zu bieten hat. Das Herzogenpaar von Urach öffnete eigens für die  jecken Hoheiten ihre Schloss-Pforten und lud die Abordnungen in den Rokokosaal zum Prinzen-Empfang. In rot-güldenen Uniformen drängten sich die Jecken in den Saal, darunter mischten sich Prinzen in türkis, in  blau – und die Niederländer in schwarz-gold. Selbst eine Jungfrau aus Menzelen-Ost…

Nach eineinhalb Stunden waren alle Orden und Bützchen verteilt und der Hals von Prinz Carsten I (Kämmerer) um einige Kilo schwerer. Zwischendrin sorgte Karin Raimondi, besser bekannt als „Attacke“ aus Twisteden, mit ihrem Trompetenalarm für Stimmung. Überhaupt war sie nett anzusehen mit ihren vielen Glöckchen an Hut, Schuh und Hose. Schnell ein Foto aller Prinzenabordnungen vor der Schlosskulisse und im Regen, dann ab in die Busse, die die Narrenschar zum Festzelt brachten.

Und hier gab es für Prinz Carsten von Ossenberg kein Halten mehr. Die Nervosität, die ihn im Schloss umtrieb, fiel ab und machte der Partylaune Platz. Rauf auf die Bühne und ran ans Mikro. Denn wie KAG Ossenbergs Vorsitzender Karl Caniels richtig verkündete: „Der kann nicht nur pflegen, der kann alles!“

Und zwar singen! So dichtete unser NRZ-Prinz den Stimmungsmacher „Die Hände zum Himmel“ speziell auf die Ossenberger um. Klar, dass da ein Seitenhieb auf die Borther nicht fehlen darf: „uns gehört die ganze Welt – auch Borth!“ Im Karneval ist schließlich alles erlaubt. Der Prinz kam mit seinem Song im gut besuchten und prächtig geschmückten Festzelt an der Kirchstraße glänzend an, die Narren dankten es ihm mit Polonaisen und Tanzeinlagen auf den Klappstühlen. Die Stimmung konnte einfach nicht besser sein.

 

 

 

Ein einzig' Mal

Niederrhein, 03.01.2008, DENISE LUDWIG

 

KARNEVAL. Carsten Kämmerer aus Rheinberg-Ossenberg ist der NRZ-Karnevalsprinz. Heute lädt er zum Empfang ins Schloss.

RHEINBERG. Er ist ein Sänger, ein Dichter, ein Prinz - irgendwie ein halber und doch ein ganzer. Ganz sicher aber ist er ein echter Niederrheiner, und das qualifiziert ihn für unseren Posten: Carsten Kämmerer aus Rheinberg-Ossenberg ist unser neuer NRZ-Karnevalsprinz und löst damit unseren bisherigen Titelträger Bodo Malsch aus Duisburg ab! Jetzt haben wir die Narrenkappe also wieder auf und begrüßen Sie, liebe Jecken, mit einem dreifachen: Prinz Carsten "Helau", NRZ "Helau", Niederrhein "Helau"!

Ein halber Prinz, wie soll denn das gehen? Entweder ganz oder gar nicht, könnte der - vollkommen berechtigte - Einwand lauten. Nun gut: Prinz Carsten hat es doch glattweg fertig gebracht, sich an seinem allerersten Tag in Amt und Würden entschlüsseln zu lassen. Weg war eines der Zeichen der Macht. "Da war ich nur noch ein halber Prinz - oder besser gesagt, ein Drittel-Prinz", sagt er und schüttelt den Kopf. "Das passiert mir nicht noch einmal!" Den Schlüssel hat er sich wieder geholt und er hütet ihn nun wie seinen Augapfel.

Der Dorfkarneval ist sein Ding

Apropos hüten: Prinz Carsten trägt den Beinamen der Pflegende - weil er gelernter Kinderkrankenpfleger und heute stellvertretender Leiter der Weseler Caritas-Sozialstation ist, aber auch, weil es seine Ossenberger sicher und warm bei ihm haben. Dieser "Dorfkarneval", wie ihn unser Prinz liebevoll und charmant lächelnd bezeichnet, ist sein Ding.

Er liebt die Spontanität, die es seiner Meinung nach eher auf dem Land als in der Stadt gibt. Da verzichtet er auch gern auf einen Rheinberger Umzug, der nur alle zwei Jahre stattfindet - und 2008 eben nicht. "Ich will voll und ganz für die Ossenberger dasein", sagt er.

Hier ist er schließlich in die karnevalistischen wie bürgerlichen Schuhe gewachsen.

Kindergarten, Grundschule, Gymnasium, Ausbildung, seine gesamten 35 Jahre hat er im Ossenberg-Dorf verbracht. 1981 ("oder war es '82?") stieg Carsten Kämmerer in die Bütt und gebar den ossenbergschen Kinderkarneval mit. Jahr für Jahr dasselbe Spiel, mal als Büttenredner, mal als Sitzungspräsident, aber immer mit Spaß in den Backen. Bis er volljährig war. Ab dann durfte er bei den Großen mitmischen, konnte sich von den Kleinen aber noch nicht trennen und feierte zwei Jahre lang einfach doppelt Karneval. Wieder ab in die Bütt und das Publikum verzückt.

Als "der Erlebnisreiche aus Ossenberg" nahm er die Rheinberger Prominenz auf die Schüppe, mit seinen "Sechs Freunden" parodiert er seit sechs Jahren die Welt der Rentner, des Horst Schlemmers oder des Heintjes mit seinem Pantomimenchor. "Das ist immer gut angekommen", sagt unser Prinz und bedauert es ein wenig, in diesem Jahr als Adeliger nicht in die Bütt zu steigen. "Dieses Privileg habe ich mir genommen..."

Party mit dem Prinzen

Dafür schmettert er jetzt Klassiker: Die "Hände zum Himmel" hat er auf Ossenberg umgemünzt und nach zweieinhalbstündiger Aufnahme im Tonstudio auf CD gebrannt. Live zu hören sein, wird's heute im Ossenberger Schloss. Für rund 50 Prinzenpaare vom Niederrhein und aus den Niederlanden wird Prinz Carsten die Pforte zum Rokokosaal öffnen. Es freut ihn der Hausherr bei einer der größten niederrheinischen Karnevalsveranstaltungen zu sein.

Das Wichtigste ist für ihn die Partystimmung. Deshalb gibt es nach dem Schlossempfang die Riesensause im Zelt - und das nicht nur auf der Bühne, sondern nach knapp einer Stunde mitten drin im Trubel, auf der Tanzfläche und sonstwo. "Ich habe veranlasst, dass die Prinzen sich unters Volk mischen können, damit sie mit ihren Leuten feiern können."

Und eigentlich passt es unserem NRZ-Prinzen Carsten auch recht gut, dass er wohl der einzige Prinz ist, der an Rosenmontag keinen offiziellen Auftritt hat. "Vielleicht fahre ich nach Köln zum Zug." Denn einen eigenen hat er ja nicht. "Finde ich auch nicht schlimm." Was er im Nachhinein bedauert ,ist, dass diese Session so kurz ist, aber die Auftritte trotzdem nicht weniger werden. Dann kann er doch einfach im nächsten Jahr nochmal den Prinzen geben? "Nee", sagt Carsten, der Pflegende, "das macht man nur einmal."

Schon allein, weil es eine Menge Geld kostet, "das man aber gerne in die Hand nimmt." Ansonsten braucht ein Prinz dasselbe wie ein Karnevalist: Spontanität und Spaß an der Freud'. Seine Frau Kathrin aus - pfui - Sprockhövel kann Karneval hingegen gar nix abgewinnen, aber ein wenig hat Carsten sie schon auf seine Seite gezogen. Zu den Höhepunkten der Session folgt sie ihrem Prinzen, unterstützt ihn, wie und wo sie kann.

Und dann üben wir schon mal, Achtung: Prinz Carsten: "Helau", NRZ: "Helau", Niederrhein: "Helau"!

 

 

 

Mehr Karneval als Weihnachten

Rheinberg, 23.12.2007, NRZ

 

SERIE. Unser Prinz Carsten Kämmerer hatte auch in der besinnlichen Zeit wenig Ruhe.

Hallo, liebe Leser und Karnevalsfreunde. Sicherlich werden Sie sich wundern, dass zu Weihnachten, dem besinnlichsten Fest des Jahres, der Karnevalsprinz aus Ossenberg, nochmals seine jecken Gedanken preisgibt. Aber da sind schon noch so einige Dinge, die es sich lohnt zu erzählen.Schließlich sollen Sie doch auch wissen, was ein Karnevalsprinz so alles für Aufgaben hat. Und dass ich auch im Dezember kaum eine Verschnaufspause habe. Glauben Sie mir, nur repräsentieren reicht da lange nicht aus, es muss auch manchmal tatkräftig angepackt werde. So wie beispielsweise beim Kartenvorverkauf. Der erste Vorverkauf fand auf dem Ossenberger Weihnachtsmarkt statt. Schon ein komisches Gefühl so zwischen "O du fröhliche" und "Morgen kommt der Weihnachtsmann", zwischen Bratäpfeln und gebrannten Mandeln, die Eintrittskarten für unsere Büttensitzung am 5. Januar zu verkaufen. Aber die Session ist leider sehr kurz und unsere Veranstaltungen sind sehr früh im neuen Jahr.Und so warf ich das blöde Gefühl mit meinen Eintrittskarten, Prinzenbuttons und Autogrammkarten irgendwie fehl am Platze zu sein, sehr schnell über Borth, ähm Bord meine ich. Beim zweiten Vorverkauf lief es dann besser, irgendwie, so sagt mir mein Gefühl, wird man professioneller.Auch der Zeltaufbau musste vor den Feiertagen grob in trockenen Tüchern sein. Wo der halbe Ort Tannenbäume schmückte, werkelten und schmückten viele fleißige Hände das Festzelt an der Kirchstraße.Und ich garantiere Ihnen, einige der Helfer haben bis heute noch keinen Tannenbaum zu Hause stehen, da es ihnen wichtiger war, unser Zelt für die vielen Auftritte vorzubereiten. Zum Prinzentreffen am 4. Januar, wo wir wieder mehrere hundert Personen, über 40 Prinzenpaare sowie erstmals ein Fernsehteam erwarten, soll schließlich alles perfekt sein. Diesen Damen und Herren, meinen Bekannten und Freunden, die für unseren Karneval und für mich ihre adventliche Zeit gegen Ramba -Zamba und Karnevalsstress eingetauscht haben, danke ich herzlich.Ihnen aber wünsche ich auf diesem Wege, auch im Namen der KAG, ein besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2008. Bitte besuchen Sie unsere Veranstaltungen, damit sich unsere Vorbereitungen auch wirklich gelohnt haben. Bis zum nächsten Tagebuch im neuen Jahr, Ihr und Euer Prinz Carsten.

 

 

 

Narren im Sechserpack

Rheinberg, 30.11.2007, ULRICH WEFERS

 

SERIE. Beim Ossenberger Karneval hat sich ein Freundeskreis gebildet. Der hält in guten wie in schlechten Zeiten zusammen.

RHEINBERG-OSSENBERG. Elf Freunde müsst ihr sein, gab Sepp Herberger seinen Mannen mit auf den Weg zum Wunder von Bern. Und die Drei von der Tankstelle, Lilian Harvey, Heinz Rühmann, Willy Fritsch, trällerten einst, dass ein Freund das Beste ist, was es gibt auf der Welt. Friedhelm Börgmann, Willi Tigler, Paul Merzenich, Alexander Lehmann und Theo Braems können dies voll unterstreichen. Und dies nicht nur, weil sie alle Fußballfans sind und auch die Leidenschaft zum Singen teilen. Für das Quintett, das gemeinsam mit unserem NRZ-Prinzen Carsten I., der Pflegende, die verschworene Truppe "Die sechs Freunde" bildet, hat die Gemeinschaft einen hohen Stellenwert. "Bei uns wird viel gelacht. Jeder hilft dem anderen in guten und in schlechten Zeiten." Zum engeren Kreis gehörten aber auch Theo Leiers, Gerd Jansen, Bernd Terhorst und Helmut Maas. "Die unterstützen uns vor allem beim Wagenbau."

Alle waren Einzelkämpfer

Es begann vor rund sechs Jahren. Paul Merzenich ergriff damals die Initiative. Alles habe mit dem Karneval in Ossenberg angefangen, erzählt der heute 61-Jährige. Alle sechs hätten damals schon als Büttenredner Erfolge gefeiert. Man kannte sich zwar von diversen Sitzungen, aber sie waren da mehr oder weniger Einzelkämpfer. Warum sollen wir nicht mal gemeinsam auftreten, hatte Paul Merzenich gefragt. Und die Sechser-Gruppe war geboren.

An den ersten gemeinsamen Auftritt können sich die Sechs noch gut erinnern: "Es war Heintje und der Pantomimenchor." Die Parodie auf den Mama-Sänger sprach sich rum, es hagelte Anfragen. "Wir sind über die Dörfer bis nach Holland getingelt, haben bei Hochzeiten und Geburtstagen gespielt", erinnert sich Willi Tigler.

Solch einen Sketch auf die Bühne zu bringen, sei gar nicht so schwer, betonen alle in der Runde. Man treffe sich regelmäßig, mal bei dem einen, mal bei dem anderen. Hier werde dann schon mal der selbst entwickelte Narrenschnaps, das Ossenberger Tröpfchen, zur Aktivierung der Humorzentren im Gehirn gereicht. Friedhelm Börgmann: "Dem einen fällt was ein, worauf die anderen reagieren." Aus dem gegenseitigen Gedankenaustausch entstünden die Pointen und Lieder, die sie auf der Bühne zum Besten geben. Überwiegend werde das Ossenberger Dorfgeschehen kommentiert, manchmal auch überregionale Ereignisse. Der Pastor, der jedes Jahr schlecht wegkomme, verhalte sich leider sehr stickum, werde dieses Mal wohl geschont.

In dieser Session muss das Sextett auf Carsten Kämmerer verzichten. Denn der ist der Prinz und hat andere Aufgaben. Und, wird er nun durch den Kakao gezogen? Damit wollen die verbliebenen fünf Freunde noch nicht richtig raus. "Ich wüsste auch nicht warum", lacht der Pflegende. Schließlich habe er im Gegensatz zu seinem Vorgänger Prinz Ludger die Hose immer angehabt.

 "Die 6 Freunde" als "Bauer sucht Frau - Imitation"

 

 

Der Prinz in der Tasche

Rheinberg, 27.11.2007, NRZ

 

KARNEVAL. Nun gibt's Carsten I., den Pflegenden, im Kalenderformat. Die NRZ macht's möglich.

RHEINBERG. Wer eine gute Majestät sein will, sorgt für seine Untertanen. Das möchte auch Carsten I., der Pflegende genannt. Nur, wenn das eigene Budget recht klein ausfällt, ist es mit den Wohltaten meist nicht weit her. Doch der Ossenberger Prinz hat mit der NRZ einen Partner gefunden, der "mich prächtig unterstützt." Die NRZ stiftete nicht nur die Autogrammkarten, die Prinz Carsten handschriftlich signiert unters närrische Volk bringt. Feuerzeuge, Gedulds- und Kartenspiele sind nur einige der Geschenke, mit denen der Ossenberger aufwarten kann.

Beim Fototermin für die Autogrammkarte kam die Idee auf, einen kleinen Taschenkalender mit dem Konterfei von Carsten I. aufzulegen. "Das erste Mal, dass ein Prinz sowas hat", sagt Carsten Kämmerer. Ein Gespräch mit der NRZ genügte, schon bekam er die Zusage. Und da der Ossenberger Prinz viel rumkommt, hat er schon von Wesel bis Duisburg und sogar in den Niederlanden kräftig für sich Werbung gemacht. Eine Menge Artikel, die seine Majestät da mit sich schleppt. Aber zum Glück gibt es ja noch die Adjutanten. Carsten I.: "Einer davon ist Ex-Prinz Ludger. Der ist kräftig, der trägt das Equipment für mich." (uwef)

 

 

 

Staatsgeheimnis Notfallkoffer

Rheinberg, 18.11.2007, NRZ

 

KARNEVAL II. Der NRZ-Prinz Carsten Kämmerer aus Ossenberg hat's geschafft - und wie!!

Endlich, ich bin offiziell im Amt. Vom 4. August 2007 bis zu meiner Proklamation ist aber auch eine lange Zeit ins Land gegangen. Obwohl, wirklich untätig war ich ja nicht. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich auch gar nicht untätig sein kann. Das Prinzenkostüm musste enger gemacht werden (ein schönes Gefühl, denn normalerweise muss bei mir eher alles weiter gemacht werden), Pins und Buttons wurden in Autrag gegeben, Fotoaufnahmen kamen in den Kasten, Gespräche mit Sponsoren wurden geführt und mein Prinzenorden wurde ausgesucht. Dann kamen auch schon die ersten Termine, die es wahrzunehmen galt: Prinzenwallfahrt nach Kevelaer, Vorstellabend in Viersen, Proklamationen in Borth, Bedburg-Hau und Millingen. Und das alles, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch gar kein echter Prinz war, denn Orden, Prinzenkette, Federn und den Prinzenschlüssel bekam ich erst am Samstag bei meiner eigenen Proklamation im Dorfkrug. Apropos Orden: hier wählten der Vorstand des KAG und ich das Motiv "Haus Momm", vielen sicherlich noch bekannt als Kneipe und Gaststätte direkt am Rhein.

Tage vorher kein Auge zugemacht

Doch nun zu meiner Proklamation. Mann, war ich aufgeregt. Konnte Tage zuvor schon kein Auge zu machen und meine Frau , sowie meine Jungs Deniz und Marvin brauchten echt starke Nerven, denn es gibt wohl nichts Schlimmeres als einen aufgeregten Bald-Prinzen. Wer würde kommen? Wie läuft das Programm? Stell ich mich auch wirklich gut an, denn schließlich repräsentiere ich den Verein. Doch alles ging gut, der Spaß stand an vorderster Stelle, nicht zuletzt, weil meine sechs Freunde wieder die ein oder andere Überraschung parat hatten. So bekam ich einen eigens für mich hergestellten Prinzenthron, den Alex Lehmann selbst gebaut hatte und einen Notfallkoffer von meinen Adjutanten, mit allem, was ein Prinz während einer Session so braucht. Den gesamten Inhalt darf ich hier aber nicht verraten. Am besten Sie kommen zu unseren weiteren Veranstaltungen, dann lass ich Sie vielleicht mal blinzeln. Für heute wars das. Helau, liebe Karnevalsfreunde und bis bald.

 Walter Witte - Prinz Carsten - Ludger Opgenorth

 

 

Er pflegt und pflegt und...

Rheinberg, 18.11.2007, PETER BUSSMANN

 

KARNEVAL I. ... feiert auch ganz gern. Carsten Kämmerer, der Prinz der KAG Ossenberg, mit dem Beinamen "Der Pflegende" ist seit Samstagabend ganz offiziell in Amt und Würden.

RHEINBERG-OSSENBERG.

Das karnevalistische Talent von Carsten Kämmerer schäumte Samstagabend im Ossenberger Dorfkrug über. Es wurde sein Abend als neuer Ossenberger Karnevalsprinz Carsten I., der Pflegende, auch der des neuen und zweiten Kinderprinzen Ludwig I., der Sportliche. Der kleine Saal des Dorfkruges quoll über, fasste das närrische Gefolge nicht, als mit drei Minuten Verspätung um 19.14 Uhr die Ossenberger KAG unter karnevalistischen Klängen und viel Helau einzog. "Wir sind die KAG von Ossenberg" erklang es aus vielen Kehlen, derweil Noch-Prinz Ludger I. (Opgenorth) ein letztes Mal, noch mit Prinzenkette, Schlüssel, aber schon ohne die gewaltig langen Fasanenfedern an seiner Prinzenmütze, mit Elferrat und Präsidenten, angeführt von der Tanzgarde einzog. Zahlreiche Ehrengäste waren erschienen, erkämpften sich noch Sitzplätze. So sah man Bürgermeister Hans-Theo Mennicken, seine Amtsvorgängerin Ute Schreyer und den stellvertretenden Landrat Heinz-Dieter Bartels unter den Narren.

"Jetzt hat auch in Ossenberg die Karnevalszeit angefangen", jubelte KAG-Präsident Karl Caniels. Mit ihm waren vier ehemalige Prinzen erschienen. Der erste Ossenberger Kinderprinz Tobias I. und Prinz Ludger I. waren nur noch wenige Minuten im Amt. "Du weißt, dass ich Vorbehalte gegen Kinderprinzen hatte", gestand Caniels Tobias ein. "Aber du warst ein Gewinn, wir konnten keinen Besseren als Dich kriegen."

Der bedankte sich artig mit einer Abschiedsrede, versprach später großer Prinz zu werden und überreichte seinem Nachfolger Ludwig Künzler Prinzenjacke, Mütze und Zepter. Der Neue zeigte sich würdig, hielt seine Antrittsrede, verteilte erste Orden.

Eine Liebeserklärung an seine Frau

"Eine schöne Zeit, ich habe jede Minute genossen", nahm Ludger Opgenorth Abschied von Mütze, Prinzenkette und Schlüssel. "Jetzt trete ich in das zweite Glied zurück." Carsten I, der Pflegende, den Beinamen hat er wegen seines Berufes, erschien in vollem Ornat. Für Caniels hat der Beiname andere Bedeutungen. "Er pflegt Freundschaft, Kameradschaft, Brauchtum, Karneval." Caniels überreichte Amtskette und Schlüssel. Carsten I. zog seine Narren mit einer gereimten Rede in den Bann, vergaß nicht die NRZ zu erwähnen, die seine Regentschaft begleitet und ihn unterstützt. Seine Rede endete mit einer offenen Liebeserklärung an seine Frau.

Für den neuen Prinzen gab es mehrere Überraschungen. Den Vogel schoss Ex-Prinz Alexander Lehmann ab: Er hatte einen großen barocken Sessel geschaffen, mit rotem Samt überzogen, darauf eine Narrenkappe als Krönung und den eingeschnitzten Schriftzug "Prinz". Damit der Prinz nicht immer auf der Biertischbank sitzen muss...

Es wurde ein langer Abend. Die "Sechs Freunde" traten mit einer Parodie auf, Sabrina Tiwary sang, die Tanzgarden "Dream Kids", "Blue Flames" und die Millinger "Harlekins" verzauberten die Gäste. Orden wurden gleich kiloweise überreicht, wie das zu Karneval üblich ist. Der hatte in Ossenberg am Samstagabend begonnen. Endlich.

 

 

 

Auf den Leib geschrieben

Rheinberg, 16.11.2007, ULRICH WEFERS

 

KARNEVAL. Carsten I., Prinz der KAG Ossenberg und der NRZ, fühlt sich in seiner neuen jecken Rolle wohl. Schon als Kind stand er auf der Bühne beim Schultheater und in der Bütt seinen Mann.

RHEINBERG. Ein nach innen gekehrter Mensch ist Carsten Kämmerer wahrlich nicht. Ein Stichwort genügt und schon legt der Prinz der KAG Ossenberg, Carsten I., los. Klar, dass er auch die NRZ überzeugte, ihn beim Karneval zu begleiten. Der gelernte Kinderkrankenpfleger und jetzige stellvertretende Leiter der Caritas Sozialstation Wesel - weshalb er den Beinamen "Der Pflegende" erhielt - ist halt nicht auf den Mund gefallen. Eine Eigenschaft, die dem 34-Jährigen schon als Kind zugute kam und heute in der Prinzenrolle erst recht.

Nach vier Jahren katholischer Grundschule Ossenberg sei er zum Amplonius-Gymnasium gewechselt, habe hier das Abi gemacht, erzählt Carsten Kämmerer. "Als Schüler habe ich mich eher im Hintergrund gehalten", lacht er. Dafür hatte er bei den Schultheateraufführungen seine großen Einsätze. "Bei den Weihnachtsfeiern habe ich meistens die Hauptrolle gespielt." Er habe das gerne gemacht, zumal er hier habe improvisieren können. Nur, dass er sich kaum an die vorgegebenen Texte hielt, was seine Mitschauspieler an den Rand der Verzweiflung brachte. "Ich habe riesig ausgeholt, bin aber immer auf den letzten Satz des Textes zurückgekommen, damit der andere seinen Einsatz wusste." Folge war, dass die Stücke, bei denen Carsten Kämmerer auf der Bühne stand, schon mal etwas länger als vorgesehen dauerten.

Erste Rede war in Reimform

Sein Talent zur freien Rede blieb den Karnevalisten nicht verborgen. Im zarten Alter von acht Jahren stand er zum ersten Mal in der Bütt. "Meine Büttenrede war in Reimform und hatte das Motto ,Zu klein zu groß - was bin ich bloß'." Etwas später wurde er Sitzungspräsident beim Kinderkarneval, übte dieses Amt bis 1990 aus. Während dieser Zeit und auch später als er in der Herrensitzung auftreten durfte, waren seine Büttenreden gefragt. Erst recht als er bei den sieben Freunden, einer Gruppe der KAG Ossenberg, aufgenommen wurde. "Wir konnten uns vor Anfragen kaum noch retten", sagt Kämmerer. Jedes Jahr habe man sich was neues einfallen lassen, sei über die Dörfer gezogen. Und dies nicht nur während der Session. Auch bei Geburtstagen und Hochzeiten zündeten sie ihr Pointenfeuerwerk. Das mit den Freunden, sagt Kämmerer, sei keine Floskel. "Wir machen viel zusammen."

Carsten Kämmerer ist eben kein Stubenhocker, das liegt ihm nicht: "In Ossenberg kennen mich Jan und alle Mann." Was wohl auch daran liegt, dass er sich engagiert. Sei's in der Kirche, bei der KAB, den Schützen, Concordia Ossenberg, den Tierschützern oder beim Verein zur Erhaltung der Schlosskapelle. Zudem ist er noch Mitglied beim FC Schalke 04, weshalb er in seiner Familie einen schweren Stand hat: "Meine Frau mag Werder Bremen und mein Sohn Deniz steht auf Bayern München." Natürlich sei er viel unterwegs, sagt er. Weshalb der wöchentliche Familientag eingeführt wurde. "Der ist mir heilig", sagt Carsten Kämmerer, "sonst fressen einen Arbeit und Vereinsleben auf."

 

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